Die Kirche San Francesco in Gargnano

Die Kirche San Francesco in Gargnano

Die romanische Kirche wurde im Jahre 1289 im Auftrag Franz von Assisi von Franziskanermönchen errichtet. Bei der Gestaltung der Kirche ging es vor allem darum, dem Vorbild Franz von Assisi gerecht zu werden und seinen Charakter mit einzubinden. Dementsprechend erscheint das Bauwerk schlicht und einfach und verkörpert Demut und Armut. Auf der Außenfassade befindet sich eine Votivfigur, die den Heiligen Antonius von Padua darstellt. Der Heilige Antonius war einer der wichtigsten Lehrer der katholischen Kirche des 13. Jh.

Das Innere der Kirche war ursprünglich in drei Schiffe aufgeteilt, wobei diese im späteren Verlauf abgerissen und zu einem Schiff gestaltet wurden. Im Inneren befinden sich wahre Kunstschätze der bekannten Künstler Giovanni Andrea Bertanza und Andrea Celesti aus der Epoche des Barock. Beide Künstler erschufen Bilderwerke, welche die Glaubensgeschichte darstellen und dem Betrachter den Zugang zum Glauben schaffen sollten.

Zur Kirche gehört ebenso das Kloster, dessen Anbau im 14. Jh. erfolgte. Der Bau ist mit einem quadratischen Säulengang angelegt, indem sich auch der Kreuzgang befindet. Zudem umfasst der Säulengang einen kleinen Hof, indem sich die Mönche treffen konnten. Im Kloster selbst finden sich unzählige christliche Symbole und Reliquien, die von den Mönchen hier aufbewahrt wurden. Unter den Reliquien stammen einige sogar noch aus der römischen Zeit.

Eine wichtige Hinterlassenschaft des Klosters ist das erste Wappen der Gemeinde Gargnano. Es befindet sich im Kreuzgang und ist aus Marmor gefertigt. Dargestellt ist eine Wölfin mit einer Lilie und umgekehrten Krone, die auf den Hinterbeinen steht und damit seine Verbundenheit zu der Gemeinde demonstriert.

Zum Ende des 19. Jh. wurde das Kloster aufgegeben und ging an den Besitz der Gemeinde. Die Gemeinde funktionierte es um und nutzte es fortan als Zitronenlager. Im Jahre 1912 wurde der Bau vom italienischen Staat zum Nationaldenkmal erklärt, um die Hinterlassenschaften zu schützen und die Erhaltung des Baus zu sichern.



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