Die Scaligerburg in Sirmione

Die Scaligerburg in Sirmione

Direkt am Gardasee in Italien am Übergang der etwa 3 km langen Seezunge der Stadt Sirmione zum Festland liegt ein gewaltiges Bollwerk direkt am Ufer des Gardasees, die Scaligerburg. Es wurde einst gebaut, um die Macht und die Stärke der Schläger zu demonstrieren. Die im italienischen Castello Scaligero, in ihrer ursprünglichen Bedeutung also Schloss genannte, Wasserburg ist in Wahrheit eine gewaltige Festungsanlage und trennt die sirmionische Halbinsel vom Festland. Sie verfügt über ein großes Hafenbecken und eine einzige Ringbrücke, über die diese Festung erreichbar ist und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Gefertigt wurde sie aus gebrannten Ziegel- und Natursteinen.

Schon von weitem erkennt man die mächtigen Türme der Scaligerburg. Der größte von Ihnen ist 47 Meter hoch. Auffällig sind auch die vielen dicken Zinnenmauern, die teils hintereinander gestellt sind. Die vielen Schießscharten zeigen gleich, dass es sich hier um eine alte Verteigungsburg handelt. Von der Burg hat man einen besonders schönen Blick auf den Hafen von Sirmione und den Gardasee.

Zur Burg selbst gelangt man nur über eine Zugbrücke. Dabei durchquert man das Burgtor mit den Wappen der Scaliger und der Venezianer. Ersteres besteht aus einer Leiter (italienisch scala - Treppe, Leiter), das zweite aus einem geflügelten Löwen. Hat man diese durchquert, gelangt man in den Innenhof der Burg. Von hier hat man Zutritt zu den unterirdischen Gewölbegängen. Auch die letzten Überreste des Klosters des Heiligen Salvatore sind von hier aus zu sehen.

Deutlich erkennen kann man die alten Schießscharten, die dicken und mit mächtigen Schwalbenschwanzzinnen gekrönten Mauern sowie die alten Wehrgänge, die, nun restauriert, einen großen Anziehungspunkt für Besucher am südlichen Gardasee darstellen. Auch die Ecktürme sind noch gut erhalten.
 

Besonders sehenswert im Schloss ist die Ausstellung von Überbleibseln aus der Zeit der Römer und dem Mittelalter. Aus ersterer gibt es hier vor allem verschiedene Reliefs, Mosaike und einen Meilenstein zu sehen, aus letzterer enthält die Ausstellung Teile von Ausgrabungen des langobardischen Kloster San Salvatore, welches auf dem benachbarten Continehügel liegt. Die Ausstellung liegt im Gewölbe rund um den Burghof.



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