Gargnano: Kunst und Geschichte

Gargnano: Kunst und Geschichte

Die Geschichte Gargnanos reicht bis in die Antike zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gargnano im Jahre 973. Doch Grabsteinfunde zeugen davon, dass bereits Etrusker, Kelten, Römer und Cenomanen auf dem Gebiet der heutigen Ortschaft gelebt haben. Vom Spätmittelalter bis hinein in die Neuzeit wurde Gargnano von der Republik Venedig beherrscht. Die Serenissima hat ihre Spuren hinterlassen, vor allem natürlich in der Kunst.

Heute ist Gargnano mit ihrer malerischen Altstadt, den verwinkelten Gassen und den bunten Häusern, eingebettet zwischen den Bergen und dem Gardasee, zwischen Natur und Kultur, eine Ortschaft, die ihren Gästen vieles zu bieten hat. Auch und gerade, weil sie noch nicht touristisch überschwemmt ist.

Im 13. Jahrhundert gründeten Franziskaner hier auf Wunsch des Bischofs ein Kloster. Die Klosterkirche wurde dem Ordensgründer gewidmet. Der Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert ist das älteste noch erhaltene Bauwerk der Stadt. Er ist mit vielfältig gestalteten Säulen ausgestattet und mit Zitrusfrüchtemotiven verziert, ein Motiv, das auch an anderen Gebäuden der Stadt auftaucht. Im Kreuzgang werden zwei antike Fundstücke aufbewahrt: eine Neptun gewidmete Tafel und einen kleinen Altar zu Ehren einer örtlichen Gottheit. Das Kirchenschiff erhielt zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert seine heutige Form. Man kann dort Bilder von Giovanni Andrea Bertanza und Andrea Celesti bewundern.

Der Palazzo Feltrinelli wurde in den Jahren 1889 - 1899 als Privatwohnsitz an der Piazza Vittorio Veneto errichtet. Der eindrucksvolle Bau hat eine wechselvolle Geschichte, die eng mit italienischer Sozialrepublik und Mussolini verknüpft ist. Heute ist in dem Palazzo eine Außenstelle der Universität Mailand untergebracht, die dort Kurse und Workshops durchführt.

​Einer der wohl bekanntesten Besucher der Stadt war der englische Schriftsteller David Herbert Lawrence, der sich von September 1912 bis April 1913 in Gargnano aufhielt. In einigen seiner Werke hat er Gargnano verewigt. Als Beispiel sei „Crepuscolo in Italia“ (Italienische Dämmerung) genannt. Auf einer Wanderung kann man seinen Spuren folgen.



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