Geschichte und Ausblicke am Gardasee

Geschichte und Ausblicke am Gardasee

Mitten im Naturpark Alto Garda Bresciano direkt an der Westküste des Gardasees liegt Gargnano mit der idyllischen Uferpromenade. Paläste, Villen und Parks prägen das Bild dieser kleinen Hafenstadt mit 3081 Einwohnern. Verwinkelte Gassen zwischen den bunten Häusern laden zum Bummeln und spazieren gehen ein. Zur Gemeinde Gargnano gehören 13 weitere kleine Ortschaften. Unter anderem der Hafenort Bogliaco, in dem Anfang September die internationale Segelregatta Centomiglia seit 1951 über den Gardasee, startet. Hübsch sieht es aus, wenn circa 250 Boote ihre weißen Segel über dem See setzen. Auch für Anfänger im Surfen ist dies ein ideales Gebiet durch den stetigen, leichten Wind über dem Gardasee. Zu der Segelregatta gehören auch die Multicento, bei der Mehrrumpfboote an den Start gehen und die CentoPeople, bei der Kreuzfahrtyachten mehr zum Spaß um die Wette segeln. So wird das Bella Italia der 50er Jahre wieder belebt. Im Hinterland von Gargnano liegt der Stausee Lago di Valvestino und versorgt die Region mit Trinkwasser. In den Bergen und Steilküsten des Nationalparks kann man auch sehr schön wandern. Das Wandergebiet "Alto Garda Bresciano" bietet auf seinen Wegen atemberaubende Ausblicke.

Geschichtlich bietet diese Region seit der prähistorischen Zeit Anschauungsmaterial. 150 Millionen Jahre alt sollen die Fossilien sein, die man hier 800-850 Meter über dem Meeresspiegel gefunden hat. Insgesamt ist die Architektur der Gegend durch die römische, gotische und byzantinische Kultur geprägt. Benito Mussolini residierte in Gargnano von 1943-1945 und baute Ministerien entlang der Küste. Hier plante er gemeinsam mit Hitler die neue Sozialrepublik als einen letzten Versuch ein faschistisches Italien zu organisieren. In Tunneln befanden sich Reparatur-und Produktionsstätten, die auch von Fiat genutzt wurden.

Interessant ist hier auch das Museumsanwesen "Vittoriale degli italiani" (Siegerdenkmal der Italiener) in Gardone Riviera. 300 000 Besucher hat das neun Hektar große Gelände im Jahr. Es ist entstanden nach den Weisungen des Dichter Gabriele d´Annunzio, der auch auf dem Gelände im Haus des Priors, der Prioria, wohnte.

Weiter auf der Straße trifft man in der Region Tignale auf die Ortschaft "Prà de la Fam", wo intakte Zitronengewächshäuser stehen, die man besichtigen kann. Zitronenbäume, Palmen und Zedern prägen auf dem Weg dorthin das Landschaftsbild.

​Fährt man auf der Küstenstraße gen Süden, trifft man auf die Gemeinde Gardone Riviera. Dieser Ort gehört zu den schönsten Orten Italiens und ist Mitglied des Vereins "I borghi più belli d´italia". Zitronen- und Olivenbäume säumen auch hier den Straßenrand.



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