Der botanische Garten Heller in Gardone Riviera

Der botanische Garten Heller in Gardone Riviera

Gardone Riviera, der prächtige und von pompösen Villen geprägte Kurort an der Westküste des Gardasees hat eine lange Tradition in der Anlage von Botanischen Gärten, die bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts zurückreicht.

Der von der Botanik faszinierte Arthur Hruska (1880-1971), seines Zeichens Zahnarzt vieler europäischer Herrschaftshäuser, zeigte sich so von der Schönheit der Landschaft am Gardasee beeindruckt, dass er zwischen 1910 und 1914 große Grundstücke kaufte und Schritt für Schritt von Olivenhainen und terrassierten Weinbergen zu einem Botanischen Garten umwandelte. Auf einer Fläche von insgesamt 15.000 Quadratmeter ließ er seine Vorstellung von einem perfekten Garten in die Realität umsetzen. Durch künstliche Berge, angelegte Bachläufe und Teiche setzte er die aus der gesamten Welt zusammengetragenen Pflanzen in Szene.

Mit dem Tod Hruskas fiel der Botanische Garten von Gardone Riviera beinahe in einen Dornröschenschlaf, der jedoch 1989 glücklicherweise unterbrochen wurde: Die Stiftung des österreichischen Künstlers, Autors und Schauspielers André Heller kaufte den Botanischen Garten und gab ihm seine Bedeutung zurück.

Der Botanische Garten heute
Der Botanische Garten lädt auf ca. 10.000 Quadratmetern zum Lustwandeln in einer einzigartigen botanisch und künstlerisch gestalteten Landschaft ein. Die Kontraste in Hellers "Paradiesgarten" sind so abwechslungsreich, dass man auf jeden Fall ausreichend Zeit für einen Besuch einplanen sollte. Gleichgültig ob in der Miniaturlandschaft der Dolomiten, an den Seerosen im Wassergarten oder bei einer Rast an einem der Ruheplätze: rund 3.000 Pflanzenarten sind meisterhaft in Szene gesetzt und korrespondieren perfekt zwischen dem alten Garten Hruskas und den Adaptionen des aktuellen Besitzers. Großen Wert legt die Stiftung auf die künstlerisch-skulpturale Ausstattung des Geländes mit Werken bekannter Künstler wie Keith Haring, Rudolf Hirt, Roy Lichtenstein, Erwin Novak, Susanne Schmögner, Edgar Tezak und des Besitzers André Heller. Sie lenken den Blick nicht nur auf die pflanzliche Artenvielfalt, sondern fordert auch den ästhetisch-schöpferischen Blick auf die gezeigten Werke.



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