Die Limonaie

Die Limonaie

Bereits im 13. Jahrhundert kamen die Zitronen an den Gardasee und gaben der Region am westlichen Gardasee den Namen "Riviera dei Limoni". Um die empfindlichen Pflanzen zu erhalten, baute man die "Limonaie". Es handelt sich hier um Bauten, die terrassenförmig an den Berg gebaut wurden. An der Rückseite befanden sich Mauern. Das Dach wurde von Pfeilern getragen und Treppen verbanden die einzelnen Terrassen. Die Bauten waren zur Seeseite offen. Von November bis März konnte man sowohl das Dach, als auch die offene Seeseite mit Brettern und Glasscheiben absichern, damit die Zitronenbäume keinen Frost abbekamen. Es waren auch meist Zisternen zur Bewässerung im Sommer vorhanden und für den Winter gab es Möglichkeiten, die Limonaie zu beheizen oder zumindest zu erwärmen.

Limonaia La Malora in Gargnano
Heute gibt es noch einige wenige Limonaie, die man liebevoll restauriert hat und den Besuchern zugänglich gemacht hat. Eine davon ist die Limonaia La Malora in Gargnano. Er hat viele der alten Gerätschaften, die man zum Zitronenanbau einsetzte, nachgebaut und bebaut damit seine drei Terrassen. Er hat sich auch wieder alte Holzläden und Glasrahmen beschafft, um die Zitronen im Winter vor Kälte zu schützen. Er versorgt seine Bäume aus dem Bach Malora mit einem Wasserrad mit Wasser. Wenn man seinen Zitronengarten betritt, fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Alles ist viel langsamer und ruhiger. Bei einem Besuch in dem Zitronengarten sollte man unbedingt den guten, hausgemachten Zitronenlikör probieren.

Limonaia Pra de la Fam in Tignale
Eine der schönsten Limonaie befindet sich in Tignale. Das Zitronengewächshaus aus dem 17. Jahrhundert, das 1985 restauriert wurde, liegt direkt neben dem Hafen. Heute ist dieses Zitronengewächshaus ein Museum. Es finden täglich geführte Besichtigungen statt und man kann eine Menge über die Geschichte des Zitronenanbaus am Gardsee lernen. In der Limonaia befindet sich auch ein kleines Geschäft, in dem man viele leckere Sachen aus Zitronen kaufen kann. Auch andere Dinge aus der Region werden angeboten, wie Olivenöle und Honig.

​La Limonaia del Castel in Limone sul Garda
In Limone, das der Zitrone seinen Namen verdankt, steht das Gewächshaus an der Burg, das Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut wurde. Es befindet sich zwischen dem Berg, der Via Orti und der Via Castello. Es ist etwa 1,633 Quadratmeter groß und hat mehrere Terrassen, wovon sich drei auf der einen und vier auf der anderen Seite befinden. In der Mitte liegt der Geräteschuppen. Die Limonaia befindet sich seit 1995 im Besitz der Stadtverwaltung, von der sie nach und nach renoviert wurde. Im April 2004 hat man wieder 50 Zitrusbäume angepflanzt und seit dem Juli 2004 ist das Gewächshaus als Museum für die Öffentlichkeit zu besichtigen. Im Sommer ist der Zitronengarten an einigen Abenden bis 23 Uhr geöffnet. Von Musik untermalt erfährt man einiges über die Geschichte und die Kultur von Limone. Danach bietet es sich an, den Abend mit einem Glas Limoncello ausklingen zu lassen.



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