Der Golfsport

Der Golfsport

Golf ist nicht gerade ein klassischer Breitensport. Überhaupt ist ein Golfspieler in den Vorstellungen der meisten Menschen ein reicher, alter Mann mit zu viel Zeit. Doch trotzdem zählt die Sportart weltweit etwa 60 Millionen organisierte Spieler und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.
Bis heute ist nicht ganz klar, in welchem Land Golf erfunden wurde. Allgemein hat man sich auf Schottland als Ursprungsland geeinigt, es gibt aber auch verschiedene Theorien, die zum Beispiel Frankreich oder Holland als Erfinderland des Golfsports sehen. Der erste Golfclub, die Royal Burgess Golf Society wurde 1735 gegründet und 1744 erschien das erste allgemeingültige Regelwerk. Auch den Aufstieg zur olympischen Sportart schaffte der Golfsport, wenn auch nur kurzzeitig, bei den Olympischen Spielen 1900 und 1904. Im nächsten Jahr soll Golf aber wieder auf der Liste der olympischen Disziplinen zu finden sein.

Allein das Betreiben eines Golfplatzes ist eine sehr kostenintensive Sache. Durch seine Größe und den hohen Pflegeaufwand kostet ein Golfplatz mehrere hunderttausend Euro jährlich. Auch das Equipment, welches ein Golfanfänger zum Spielen braucht, ist teuer. Dadurch war Golf in der Geschichte stets ein Sport für die Reichen. Heute ist das anders, es gibt viele öffentliche Golfplätze und die Ausrüstung kann sich der Golfinteressierte ausleihen. Golf wird langsam zum Breitensport und verliert seinen, teilweise recht negativ konnotierten, Ruf als Sport der gehobenen Gesellschaft. Es ist längst kein reiner Sport der Weißen mehr, Persönlichkeiten wie Tiger Woods sind das beste Beispiel dafür. Sogar das Modell des Golfclubs, als geschlossene Gesellschaft der Privilegierten, beginnt sich langsam zu wandeln. Eine spannende Entwicklung.



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